Besteuerung von Gewinnen

Die Besteuerung: Glückspielgewinne sind steuerfrei, weshalb sie oft im Zusammenhang mit Schwarzgeld oder Geldwäsche gebracht werden. Dies ist allerdings ein Trugschluss, da Geldwäsche die Umwandlung von Bargeld in Buchgeld bedeutet. Weil Gewinne aus Spielkasinos in Deutschland generell in bar und ohne Quittung ausgezahlt werden, kann in Spielbanken also gar keine Geldwäsche im ursprünglichem Sinne stattfinden. Wäre diese Aussage richtig, so könnte man Spielkasinos aus dem Geldwäschegesetz komplett streichen, in welchem Spielbanken explizit genannt werden und die Identifizierungspflicht ab einem im Wert von 1.000 Euro festgesetzt ist.

Die Financial Intelligence Unit des Bundeskriminalamts ( BKA/ FIU ) stellte im Jahresbericht 2003 auf Seite 12 zu diesem Thema folgendes fest: „Trotz der weit verbreitenden Vermutung der Nutzung von Spielbanken für Geldwäscheaktivitäten wurde der FIU im Jahr 2003 von Spielbanken nur eine einzige Verdachtsmeldung gemeldet.“ Nach Einschätzung des Bundeskriminalamts besteht aber trotzdem der Verdacht, dass Spielkasinos für Geldwäsche genutzt werden. Es gibt unzählige Varianten, Spielkasinos für Geldwäsche zu nutzen, diese können z.B. in der Ausstellung von Schecks seitens des Spielcasinos oder in der Eröffnung von Spielkapitalkonten zur Verwendung für Spieler bestehen. Jedoch dämpfen die hohen Steuereinnahmen aus dem Glücksspiel den politischen Willen, die Geldwäsche bei der in Spielbanken unerlässlichen Kapitalbewegung mit gesetzlichen Mitteln wirkungsvoller zu unterbinden. Im Bericht zur 174. Sitzung der Innenminister-Konferenz der Länder vom 8. Juli 2004 in Kiel äußerte das Bundesinnenministerium seine Sorge über die unzureichende Implementierung der Geldwäschevorschriften in Spielkasinos. Zitat: „Im Rahmen einer Umfrage im Jahr 2003 hat das Bundesministerium des Innern angesichts der auffallend geringen Zahl von Ersthinweisen aus dem Bereich der Spielkasinos in den Jahren 1998 bis 2002 allerdings Zweifel an der ausreichenden Ausübung der Geldwäschevorschriften in diesem Bereich geäußert.“

In den Annexes zum Jahresbericht 2003–2004 machte die Financial Action Task Force on Money Laundering (FATF) auf Lücken bei den Regeln zur Geldwäsche Bekämpfung in Deutschland aufmerksam. Konkret kritisierte die FATF in Annex C, dass es in Deutschland an speziellen Strafbestimmungen für Fälle fehle, in denen unterlassen wurde, die Behörden über Geldwäsche verdächtige Geldtransaktionen zu informieren. Seit dem 15. Juni 2003 müssen alle Mitgliedstaaten der EU die Zweite Geldwäscherichtlinie (Richtlinie 2001/97) in einzelstaatliches Recht umgesetzt haben. In der Zweiten Geldwäscherichtlinie werden auch Kasinos erfasst. Nach den Urteilen des Europäischen Gerichtshofes, zuletzt in der Rechtssache C-243/01 Piergiorgio Gambelli u. a. vom 6. November 2003, dürfen die EU-Mitgliedsstaaten Glücksspiele nur aus Gründen des Allgemeininteresses – wie dem Schutz vor Geldwäsche oder Spielsucht – beschränken.

Quelle / wikipedia

Geschichte der Spielkasinos

Zur Geschichte: Das Wort „Kasino” (später auch Spielbank bzw. Spielkasino genannt) bezeichnet ursprünglich einen Ort des Vergnügens venezianischer Landleute. Schon damals war ein Spielkasino eine Verknüpfung von Vergnügen und Nützlichem. Die etwas spätere Einführung des heutigen Glücksspiels fand in Europa in den Kurorten, Bädern, auf Messen, Jahrmärkten und adligen Bällen sowie natürlich in den Großstädten statt.

Diverse alte zuverlässige Quellen der Geschichte berichten, dass bereits seit dem Jahre 1170 in Venedig das erste Glücksspiel unter freiem Himmel statt fand, besonders in Zeiten des venezianischen Karnevals. Die ersten staatlichen Spielhäuser sind im 14./15. Jahrhundert in Holland und Flandern das erste Mal in den Historiken zu finden. In Deutschland befindet sich das erste Spielcasino in dem Jahre 1396 in Frankfurt am Main wieder. 1638 wurde die venezianische „Ridotto“ erster ausschließlicher Glücksspielort. 1720 wurde die erste Spielbank in den deutschen Ländern in Bad Ems gegründet. 1763 wird in Spa das „Redoute“ eröffnet, das sich in Kürze zu einer der größten Glückspiel - Metropolen entwickelt. Durch den Umstand der französischen Revolution wurden jedoch sämtliche Casinos geschlossen. Dadurch werden die deutschen Länder zum Zentrum der Glückspieler, insbesondere die Casinos in Aachen und Baden-Baden (1824).

In dem Jahr 1841 schaffen die Franzosen François Blanc und Louis Blanc erstmals in der Geschichte mit der Gründung der Spielbank von Bad Homburg die Doppel Zero ab, dadurch wurde das Bad Homburger Spielkasino zur erfolgreichsten Spielbank dieser Zeit. Später durch den Erfolg in Bad Homburg gekrönt übernahm François Blanc schließlich 1863 das Kasino von Monte Carlo, welches bis heute noch zum „Zentrum des Glückspiels und des Reichtums“ zählt. Die Verschmelzung von Glücksspiel, Kunst und Entertainment wird dann fast 100 Jahre später zum Vorbild von der weltberühmten Spiel-Casino Stadt Las Vegas. 1942 eröffnete in Las Vegas das erste Spielkasino namens „El Rancho“. Nachdem die Kasinos in Nevada zuerst fest in der Hand der Mafia waren, wurden dann später die Bandenwirtschaften in den 60er Jahren zunehmend vom Shareholdermanagement verdrängt.

Quelle / wikipedia